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1. Villa dei Cedri 
Die Villa dei Cedri ist ein typisch neuklassizistisches Gebäude im Zeichen großer Harmonie und Schlichtheit, das über drei Stockwerke verfügt, zwei für die Hausherren und eins für die Dienstboten. Es folgt nicht unbedingt dem traditionellen Schema der venetischen Villen, sondern ähnelt eher der lombardischen Variante.

Der zentrale Gebäudeteil wird von einem dreieckigen Giebel gekrönt, der mit Blick auf den Park auf vier Lisenen mit korinthischen Kapitellen ruht, die sich über zwei Stockwerke erstrecken und unten mit der bossenartig gestalteten Erdgeschossverkleidung abschließen. Die Villa dei Cedri wurde erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts restauriert, als am Nebeneingang Türen aus grünem Naturstein, ein Brunnen im Speisesaal und Stuckverzierungen in der Art des 18. Jahrhunderts sowie Säulen in den Salons hinzugefügt wurden. Außerdem sind nun auch bemerkenswerte, für die neuklassizistische Zeit typische „Badesäle“ mit Badewannen aus Carrara-Marmor anzutreffen.

Besonders interessant auch die Überreste von Fresken vom Ende des 18. / Anfang des 19. Jahrhunderts. Aus dem beginnenden 19. Jahrhundert sind noch einige Einrichtungsgegenstände der Villa vorhanden, wie die kleinen Sessel und Konsolen. Die Villa ist von einem 13 Hektar großen Park umgeben, dessen ursprüngliche Form und Baumarchitektur erhalten ist (Zedern, Steineichen, Sequoien, Tannen, Magnolien, exotische Gewächse, etc.) und durch einen bezaubernden See vervollständigt wird.

 

2. Villa Moscardo

Das älteste Gebäude – aus dem 14. Jahrhundert – ist die „Villa Moscardo“, die im 19. Jahrhundert restauriert und mit einer neuen Fassade ausgestattet wurde.


3. Gästehäuser – Dépendances - Stallungen
Hierbei handelt es sich um einen unterschiedlich gestalteten Gebäudekomplex, der auf das 14.-15. Jahrhundert zurückgeht. Ende des 19. Jahrhunderts wurde er durch antike Elemente wie z. B. die typischen venezianischen Fenster (1300-1400) und die kleinen Pforten reichen Kantenverzierungen verschönert (1400).

Sehenswert hier die wertvollen Bänke aus mit schraubenförmigen Bögen oder Schachbrettmustern ausgeschmücktem, rotem Marmor. Die an ihre Vettern im Palazzo Miniscalchi in Verona erinnernden Reitställe weisen heute noch die Plätze für die Pferde, die Lagerräume und das Zubehör der ursprünglichen Einrichtung auf.


4. Gewächshaus
Zum Park zählen zudem zwei Gewächshäuser, eins davon ist besonders interessant mit einem Tonnengewölbe und einem von einer großen Kuppelhaube abgeschlossenen Hauptbereich, der die Nebengewölbe um ein Vielfaches überragt. Das Gewächshaus verfügt über eine Eisenstruktur und ist dem Stil des 19. Jahrhunderts gemäß mit schmiedeeisernen Verzierungen, Windungen und Blumenmustern ausgestattet.

5. Pförtnerhäuser
Es handelt sich um drei Gebäude, die angesichts der Größe des Parks auf drei verschiedene Straßen führten: das als Madonnen-Pförtnerei oder Guglia Miniscalchi bezeichnete Haus, die westliche Pförtnerei – auch Molinel-Pförtnerhaus genannt – und die Nebenpförtnerei in Richtung Ortskern. Das erste Pförtnerhaus wurde im neugotischen Stil errichtet (Spitzbogenfenster, Kupferdach mit falschen, bemalten Ziegeln) und ist mit der Franco-Architektur vergleichbar (Ende 19. / Anfang 20. Jh.). Dies war der repräsentative Zugang zur Villa. Das zweite Pförtnerhaus stammt vom Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts und steht im Zeichen des neoromantischen Stils. Das dritte Pförtnerhaus wurde bereits im 15. Jahrhundert erbaut und dann im 19. Jh. restauriert, wobei ihm ein spätmittelalterliches Aussehen verliehen und eine Nische angelegt wurde, um ein „Nymphäum“ zu schaffen, das an die Villen des 16. Jahrhunderts erinnert.